museum reinhard ernst

Abstrakte Kunst Kindern und Erwachsenen näher zu bringen – das ist eines der Ziele, die Reinhard Ernst mit dem Bau eines Museums verfolgt. Es soll seiner Sammlung, die über 700 Gemälde und Skulpturen umfasst, ein Zuhause bieten.


In seiner Wahlheimat Wiesbaden sind inzwischen alle Weichen dafür gestellt. Bau und Betrieb des museum reinhard ernst werden aus Mitteln der Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung finanziert.

 

Ort Wiesbaden
Land Deutschland
Status in Planung
Jahr Oktober 2016 bis Dezember 2021
Zweck Museum für abstrakte Kunst
Architekt       Fumihiko Maki
Web museum reinhard ernst
   

Auf vielen beruflichen Reisen hat der Stifter Reinhard Ernst seine Liebe zur abstrakten Kunst entdeckt. Seit Mitte der 80er Jahre erwarb er in Deutschland, Japan und den USA Werke, die heute in einem Depot lagern oder als Leihgaben weltweit in renommierten Museen zu sehen sind. Zu seiner Sammlung zählen viele großformatige Bilder des abstrakten Expressionismus, des Informel und der Farbfeldmalerei. Dabei sind namhafte Künstler wie Helen Frankenthaler, Morris Louis, Robert Motherwell, Tancredi Parmeggiani, Emil Schumacher, Hans Hofmann, Fred Thieler und Karl Otto Götz teilweise gleich mit mehreren Arbeiten vertreten.

Die Baukosten belaufen sich auf über 50 Millionen Euro. Als Architekt gewann Reinhard Ernst seinen langjährigen Freund Fumihiko Maki, u. a. Träger des internationalen Pritzker-Preises. Die Gebäude des Japaners sind auf der ganzen Welt zu sehen, beispielsweise das 4 World Trade Center in New York oder – neben vielen anderen Museumsbauten – das Aga Khan Museum in Toronto. In enger Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Ernst hat Maki bereits im Jahr 2011 eine Begegnungsstätte für Kinder und alte Menschen in der vom Tsunami schwer getroffenen Stadt Natori für die Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung geplant.

Friedel Dzubas, One Times One, 1961
© Dzubas Estate Archives

Um die Präsentation der Sammlung, die kontinuierlich wächst, zu zeigen, braucht man viel Raum. Diesen Raum will Reinhard Ernst im neuen Museum schaffen. Die mit seiner Frau gegründete Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung hat dafür die formalen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Auf Basis eines Bürgerentscheides verpachtete die Stadt Wiesbaden im Jahr 2017 das Grundstück Wilhelmstraße 1 für 99 Jahre an die Stiftung. In dieser exponierten Lage – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum Wiesbaden und zum Nassauischen Kunstverein – soll die Sammlung mit ihren einzigartigen Schwerpunkten künftig in Szene gesetzt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Museum wird aber auch mit weiteren Aktivitäten Besucher aus dem In- und Ausland anziehen.



Pressmitteilungen
 

Geplantes Kunstmuseum auf dem Weg zur Realisierung
www.wiesbaden.de 5. Dezember 2017

Großes Lob für Museums­entwurf in Wiesbaden
Frankfurter Allgemeine 14. September 2017

Bauen wie in Toronto und Tokio
Frankfurter Rundschau 14. September 2017

Ein Maki für Wiesbaden
Wiesbadener Kurier 14. September 2017

Maki stellt seinen Entwurf vor
Frankfurter Allgemeine 5. September 2017